Details zu den Workshops

Workshop 1 (Nahost): Recherche, Zugang, Quellen. Forschung und Berichterstattung unter erschwerten Bedingungen

Zentrale Fragen: Wie arbeiten und bewegen sich Journalistinnen und Wissenschaftler in einem Umfeld, das von autoritären Regimen, gesellschaftlicher Stagnation, gewalttätigem Extremismus und religiösem Fundamentalismus geprägt ist? Was sind nützliche Strategien und Arbeitsweisen? Gibt es Synergien zwischen Medienschaffenden und Forschenden, und wie werden sie genutzt? Was sind ethische Implikationen, etwa beim Quellenschutz?
 

Workshop 2 (Islam): Kategorien von Inklusion und Polarisierung: Islam und Islamismus als Bedrohung?

Zentrale Fragen: Wie prägen Wissenschaft und Medien den Diskurs über Islamismus? Welche Akteure erhalten Sprechplätze, welche Forschungsgegenstände werden untersucht? Wie führen wir eine konstruktive Debatte über das kontroverse Thema? Welche Gefahr geht vom Islamismus in welchem Kontext aus? Wie unterscheiden wir zwischen illiberalen Meinungen, die es auszuhalten gilt, und illiberalen Handlungen, die gegen das Gesetz verstossen? Welche Rolle spielt der "non-violent Islamism"?
 

Workshop 3 (Nahost): Komplexität verstehen und vermitteln. Die Macht der Sprache

Zentrale Fragen: Welche Begriffe werden in der akademischen Auseinandersetzung mit dem Islam und dem Nahen Osten verwendet, welche im Mediendiskurs? Decken sich die Konzepte, mit denen in den jeweiligen Diskursen Phänomene beschrieben und begriffen werden? Gibt es Unterschiede, die sich nicht mit der Reduktion von Komplexität durch die Medien erklären lassen? Wie vermeiden wir die Falle des Essentialismus, wie jene der Apologie? Welche Begriffe sind in bestimmten Kontexten zielführend? Wie kann man Geschehnisse sprachlich neutral kommentieren, ohne sich einem bestimmten Lager zuordnen zu müssen?
 

Workshop 4 (Islam): Islam in der Schweiz. Hinschauen, auswählen, zeigen - aber was?

Zentrale Fragen: Wie berichten die Medien über Muslime in der Schweiz? Und wie sehen MuslimInnen die Berichterstattung über ihre Communities? Wie kommt man an die relevanten Studienteilnehmer und Interviewpartnerinnen? Was sind Wege, um z.B. muslimisches Leben in der Schweiz / Europa jenseits der Verbände abzubilden? Welche Herausforderungen, welches Potenzial sehen Medienschaffende, welches Forschende? Wie kann man vermeiden, dass die lauten und polemischen Stimmen die repräsentativeren übertönen?